Kaufnebenkostenrechner – Immobilien

Der Kaufnebenkostenrechner berechnet alle Nebenkosten beim Immobilienkauf: Grunderwerbsteuer (je nach Bundesland 3,5-6,5 %), Notar- und Grundbuchkosten sowie optional Maklergebühren. Erfahren Sie genau, welche Gesamtkosten über den Kaufpreis hinaus anfallen.

Ergebnisse

Grunderwerbsteuer
Notarkosten (ca. 1,5 %)
Grundbuchkosten (ca. 0,5 %)
Maklergebühr
Kaufnebenkosten gesamt
Gesamtkosten inkl. Kaufpreis
Nebenkosten-Anteil

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Kaufnebenkosten beim Immobilienkauf betragen je nach Bundesland und Makler 7–15 % des Kaufpreises.
  • Die Grunderwerbsteuer variiert zwischen 3,5 % (Bayern) und 6,5 % (Brandenburg, NRW, Saarland, Schleswig-Holstein).
  • Notar- und Grundbuchkosten sind gesetzlich geregelt und betragen zusammen ca. 2 % des Kaufpreises.
  • Die Maklercourtage wird seit 2020 hälftig geteilt – typisch sind 3,57 % (inkl. MwSt) für den Käufer.
  • Kaufnebenkosten müssen in der Regel aus Eigenkapital finanziert werden – Banken finanzieren diese nur selten mit.

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Formel und Berechnung

Grunderwerbsteuer = Kaufpreis × Steuersatz (3,5–6,5 %) Notarkosten ≈ Kaufpreis × 1,5 % Grundbuchkosten ≈ Kaufpreis × 0,5 % Makler (optional) ≈ Kaufpreis × 3,57 %
Die Grunderwerbsteuer ist eine Landessteuer mit unterschiedlichen Sätzen. Notar- und Grundbuchgebühren sind im GNotKG geregelt und leicht degressiv – bei höheren Kaufpreisen sinkt der prozentuale Anteil leicht. Die hier verwendeten Pauschalen (1,5 % + 0,5 %) gelten als gute Näherung für Kaufpreise zwischen 100.000 und 500.000 €.

Rechenbeispiel

Beispiel: 350.000 € Kaufpreis in NRW (6,5 %), mit Makler. Grunderwerbsteuer: 22.750 €. Notar: 5.250 €. Grundbuch: 1.750 €. Makler: 12.495 €. Nebenkosten gesamt: 42.245 € (12,1 %). Gesamtkosten: 392.245 €.

Grunderwerbsteuer nach Bundesland

Die Grunderwerbsteuer unterscheidet sich erheblich und kann bei teuren Immobilien zehntausende Euro ausmachen.

Steuersatz Bundesländer
3,5 % Bayern
5,0 % Baden-Württemberg, Bremen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt, Thüringen
5,5 % Hamburg, Sachsen
6,0 % Berlin, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern
6,5 % Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Saarland, Schleswig-Holstein

Nebenkosten bei der Finanzierungsplanung

Banken verlangen in der Regel, dass die Kaufnebenkosten vollständig aus Eigenkapital finanziert werden. Das bedeutet: Bei einem Kaufpreis von 300.000 € in NRW mit Makler benötigen Sie mindestens 36.000 € Eigenkapital – allein für die Nebenkosten. Zusätzlich empfehlen Experten 10–20 % des Kaufpreises als weiteres Eigenkapital für die eigentliche Finanzierung.

Ohne Makler sparen Sie die Courtage (3,57 %) und reduzieren die Nebenkosten erheblich. Portale wie Immobilienscout24, eBay Kleinanzeigen oder lokale Zeitungsinserate bieten provisionsfreie Angebote direkt vom Eigentümer.

Häufig gestellte Fragen

Wie hoch ist die Grunderwerbsteuer?

Die Grunderwerbsteuer ist Ländersache und variiert zwischen 3,5 % (Bayern) und 6,5 % (Brandenburg, NRW, Saarland, Schleswig-Holstein). Bei einem Kaufpreis von 300.000 € in NRW (6,5 %) sind das 19.500 €. Bayern hat den niedrigsten Satz, was den Immobilienkauf dort vergleichsweise günstiger macht.


Was kosten Notar und Grundbucheintrag?

Notarkosten betragen ca. 1,5 % des Kaufpreises und sind gesetzlich im GNotKG geregelt. Der Grundbucheintrag kostet ca. 0,5 %. Zusammen sind das ca. 2 % des Kaufpreises. Bei 400.000 € Kaufpreis also ca. 6.000 € Notar und 2.000 € Grundbuch. Diese Kosten sind nicht verhandelbar.


Wer zahlt den Makler?

Seit Dezember 2020 gilt das Bestellerprinzip beim Immobilienkauf: Die Maklercourtage wird in der Regel hälftig zwischen Käufer und Verkäufer geteilt. Die übliche Courtage beträgt 3,57 % (inkl. MwSt) für jede Seite, insgesamt also 7,14 %. In einigen Regionen variiert die Höhe. Bei einem maklerfreien Kauf entfallen diese Kosten komplett.

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